21. August 2014

Inspiration – weit entfernt von Motivation

Inspiration

Wer seine Mitarbeiter zu etwas bewegen will, sie zu motivieren versucht, kann nicht erwarten, dass sie das Erwünschte anschließend auch tun.

Wer selbst mutig durch die Welt geht, nicht darüber redet, sondern Mut lebt, der wird schon eher andere inspirieren, ebenfalls mutiger zu sein.

Es sind diejenigen, die ein inspiriertes Leben führen, Unternehmer, Führungskräfte, die andere und sich selber auf diese Weise mitnehmen und anregen. Diese Menschen „sind“ einfach auf eine bestimmte Weise. Worte sind überflüssig.

Es geht ums Sein und Handeln – nicht ums Reden!

Deshalb gibt es viele Motivationstrainer, aber keine Inspirationstrainer. Einer, der von der Bühne herunterruft, wie es geht, wird nicht inspirieren. Wie sollte er auch, er redet nur drüber. Ein Redner, der inspiriert ist, redet nicht über Motivation, er strahlt sie aus.

Inspiration entsteht aus einer Haltung ohne Hintergedanken, frei von Erwartungen, Bewertungen, Unterstellungen und auch Projektionen. Da will niemand, dass jemand anderes etwas (für ihn) tut.  Sollte es doch im persönlichen Kontakt  zu einem Appell kommen, hat das eher Angebotscharakter: „Probiere es einfach mal!“

Motivation braucht Machtunterschiede, zwischen dem, der motiviert und denjenigen, die motiviert werden sollen. Ein Motivator motiviert einen Unmotivierten, das ist eine aktive Handlung. Das geschieht nicht einfach, sonst bräuchte er ihn ja nicht zu motivieren.

Und bei zu wenig Eigen-Motivation helfen dann bestimmte Techniken, wie der 10-Minuten-Deal: „Fang einfach an, halte 10 Minuten durch, dann machst du auch weiter!“ Oder sich selbst zu konditionieren. Motivation als Antriebskraft,  um in die Gänge zu kommen. Dann braucht es noch Willenskraft und Durchhaltevermögen, um dran zu bleiben. Das bedeutet Überwinden von Widerstand.

Für Inspiration gibt´s keine Technik.  Aber da gibt es auch keinen Widerstand.

Spitzenteams inspirieren sich gegenseitig, in dem, was sie tun, was sie vorantreiben. Sie sind inspiriert, wenn alle ihre wahren Stärken mit einbringen (können). Leidenschaft ist das, was zu einer Aufgabe hinzieht. Man kommt gar nicht auf die Idee zu sagen, ein Spitzenteam motiviert sich gegenseitig.

Geld kann motivieren. Aber nicht wirklich inspirieren. Inspiration verlangt nach einem Sinn hinter dem, was wir tun, hat selten mit dem EGO zu tun, richtet sich vielmehr auf die Gemeinschaft. Da stimmen die Werte.

Inspirierte bewegen nicht Menschen, sondern Herzen, sie berühren die Seele – und verändern die Welt. Motivierte erreichen Ziele – die Inspirierten realisieren Visionen.

Mag für den einen oder anderen durchaus esoterisch klingen. Es trifft aber mehr und mehr die Sehnsucht vieler.