29. Januar 2015

Freiraum schaffen – dann innehalten – erst dann Change

frei

Immer noch was oben drauf! Da ein neues und hier ein weiteres Projekt … noch ein neues Managementkonzept … und der nächste Change-Prozess steht schon wieder vor der Tür. Irgendwie muss das noch dazwischen passen.

Passt aber nicht, weil es dieses DAZWISCHEN gar nicht mehr gibt. Somit wird irgendetwas, irgendwie auf der Strecke bleiben. Im schlimmsten Fall ist es der Mitarbeiter. Diagnose Burnout.

Rote Ampel! Jeder kennt die Situation eines vollen Parkhauses. Die Einfahrt ist erst wieder möglich, wenn ein anderes Auto herausfährt. Kaum jemand kommt auf die Idee, die Ampel einfach zu ignorieren, mit der Absicht sein Auto noch irgendwo dazwischen zu schieben. Es muss eben ein Auto rausfahren, bevor ein neues hineinfährt. Eine ganz einfache Regel. Nur so geht es.

Und genau das könnte derzeit eine hochattraktive Regel für Unternehmen werden. Erst ein Projekt schließen, bevor ein weiteres an den Start geht.

Leitlinie dabei ist folgende Frage: „Was raubt uns am meisten Energie“? Das kommt auf den Prüfstand.

So kann sich jeder bei einem absolut kraftraubenden Meeting die Prüffrage stellen: „Was wäre eigentlich, wenn wir dieses spezielle Meeting einfach streichen, ersatzlos? Es könnte ein mehrfaches Aufatmen hörbar sein.

Und bloß nicht gleich verbessern oder optimieren!!! So finden Meetings dann nur noch im Stehen statt. Das manifestiert, betoniert nur das, was grundsätzlich schlecht läuft. Denn diese scheinoptimierten Meetings stellt schon gar niemand mehr infrage. Die Meetings werden dadurch wirklich kürzer. Aber jedes kurze, unnötige Meeting ist immer noch zu lang.

Es braucht den Mut, die Einstellung solch energieraubender Aktivitäten überhaupt in Betracht zu ziehen, sie zu fordern.

Der Gewinn: Freiraum, Platz!!!

„Wow, wie geil ist das denn?“ Und dann diesen Freiraum nicht sofort wieder füllen, ihn genießen. Es füllt sich eh schneller wieder, als man denken kann.

Und dann den nächsten Freiraum schaffen. Den nächsten, den nächsten …

01. Januar 2015

Ein reiches 2015

herzensangelegenheit

Roberto de Vicenzo, ein berühmter argentinischer Golfspieler, hatte wieder einmal ein Turnier gewonnen und eine hohe Prämie kassiert. Nach einer ausgelassenen Feier im Clubhaus war er gerade auf dem Parkplatz dabei, sein Equipment im Auto zu verstauen, als eine junge Frau auf ihn zukam.

Sie gratulierte ihm zu seinem Sieg und verwickelte ihn in ein Gespräch. Dabei beklagte sie ihre Armut, ihr Leben in einem Elendsviertel. „Und zu all dem habe ich jetzt auch noch ein schwer krankes Kind daheim. Wenn ich keine Möglichkeit finde, es im Krankenhaus behandeln zu lassen, wird es sterben.“ De Vincenzo zog erschüttert seinen Sieger-Check aus der Brieftasche und überreichte ihn der Frau mit den Worten: „Hier! Lass es dir und deinem Baby damit gut gehen!“

Eine Woche später, bei einem Mittagessen mit Geschäftsfreunden, traf er einen der Golf-Turniermanager, der ihm sagte: „Die Jungs vom Parkplatz haben mir letzte Woche erzählt, du hättest dort nach deinem Sieg eine junge Frau getroffen.“ De Vincenzo nickte zustimmend. „Hm …“, meinte der Manager, „schlechte Nachrichten, die Frau, der du das Geld geschenkt hast, ist eine Betrügerin, sie hat gar kein Baby, sie hat dich an der Nase herumgeführt.“

„Soll das heißen, dass es gar kein Baby gibt, das im Sterben liegt?“, fragte de Vincenzo überrascht. Und als der Manager bejahte, antwortete er: „Das ist die beste Nachricht, die ich in dieser ganzen Woche gehört habe!“  

An dieser Stelle Dank an Marie Mannschatz für die Veröffentlichung dieser Geschichte